Naturschutz

Der Getreideanbau während der Jahre 1920-1970 verursachte starke Erosion und Verarmung (nahezu Sterilisierung) der sowieso schon kargen sauren Schiefer/Tonböden.

Seit 30 Jahren kehrt die Herdade dos Lagos diese Tendenz durch den Bau von Stauseen und Wasserrückhaltebecken um. Wir begehen andere Wege, indem wir kein Buschland und Trockenweiden abbrennen, sondern nachhaltigen Anbau von Wald- und Obstkulturen wie autochthonen mediterranen Steineichen, Johannisbrotbäumen, Oliven, Mandeln, Eukalyptus und Weintrauben betreiben.

Die Naturweiden für die lokalen Merinoschafe werden durch Kalk-Korrekturen und Klee-Direkt-Einsaaten verbessert.
Mit dieser Vielfalt der Kulturen und die damit verbundene Präsenz von Menschen und Tieren kann das Risiko der periodisch auftretenden Wald- und Buschbrände vermindert werden und bringt Leben und Arbeit in die sonst verlassene Landschaft.

So wurden Voraussetzungen geschaffen, die die Herdade dos Lagos heute zu den NATURA 2000 Zonen der EU macht. Ihr Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und deren natürlichen Lebensräume. Der Stausee „Atafona“  bietet jedes Jahr bis zu 1500 Kranichen einen Rastplatz im Winterquartier.